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Internationale Raumfahrtprogramme und die ISS haben im Denken jener, die sich für verantwortlich halten, die Geschicke der Menschen dieses Planeten zu lenken u. a. das Ziel, die Menschen des Planeten Erde auf die Universalität intelligenten Lebens hinzuführen und den Volksmassen der “Kleinstaaterei” ihre Eingebettetheit in den Kosmos bewusst zu machen. Diese Rechnung geht jedoch nicht zur Gänze auf, da Bewusstwerdung prinzipiell ein individueller Prozess ist und die persönliche Multidimensionalität generell bei der Betrachtung und in der Auseinandersetzung mit dem eigenen Geist erfahren wird.


Menschen unserer Erde mögen den Planeten Mars an Bord eines außerirdischen Fluggerätes in einem “explore program” am 22. März 1962 besucht haben – dieses Datum bezeichnet allerdings keinesfalls den Anfangspunkt der Entdeckungsreise irdischer Menschen auf dem Weg ins All.Wir mögen Abgesandte in die Plejaden, zum Sirius, in die Orion-Konstellation, zum Aldebaran, nach Zeta Reticuli, Ummo und andere Winkel “unserer” Nische des Kosmos entsandt haben; aber solange es Hunger, Elend und Not in nicht gottgewolltem Maße auf unserer Welt gibt, ziehen wir als menschliche Gemeinschaft des Planeten Erde keinen Nutzen daraus. Sicherlich, wir haben technische “Gimmicks” erhalten – die den Nutzen von Glasperlen haben.
Veränderungen zum “Positiven” hin (in der Welt der Dualität gibt es zwei Seinszustände) können nur dann entstehen, wenn durch den neuerworbenen Kontakt fruchtbare Anregungen für die individuelle Psyche geboren werden. Das Umdenken des Einzelnen über z. B. neue Gesellschaftsstrukturen schafft erst jene leuchtenden Prozesse, die zu einer Verbesserung unserer allgemeinen Lebenssituation führen.
Was sollen blindes Vertrauen, Neugierde und zunehmender Kenntniserwerb im Gedankenaustausch mit technisch und/oder spirituell fortgeschrittenen Gemeinschaften, wenn dieser vermeintliche Nutzen nicht bis in den letzten Winkel unserer Welt getragen wird?
Solange Wesen dieses Planeten Mangel erleiden, da doch an anderer Stelle Überfluss herrscht, sollten wir uns primär Gedanken über eine Umverteilung und gerechtere Bemessung des Reichtums aller machen. Denn schließlich geht es in dieser Facette menschlichen Erlebens meiner Ansicht nach nicht um Luxus, sondern vielmehr um Komfort. Wir müssen zum Studium anderer Gesellschaftsentwürfe nicht zu den Sternen reisen, sondern können vielmehr aus dem Fundus menschlicher Modelle unseres eigenen Planeten schöpfen. Ein Beispiel hierfür mögen jene “Naturvölker” bilden, auf die “zivilisierte” Menschen mitunter gerne herabschauen. Ich will die Riten und Gebräuche der Stammesgemeinschaften des Planeten Erde keineswegs romantisieren, dennoch ist den meisten von ihnen zu eigen, dass sie jene “Solidargemeinschaften” leben, von denen in der “reichen” Welt zumeist eher nur die Rede ist. Ein Verharren in einer gegebenen Rechtsstaatlichkeit bedingt also gegebenenfalls eine Behinderung des Fortschrittes auf dem Weg zum kosmischen Menschen.
Die Anerkennung des Status quo gesellschaftlich gegebener Systeme sorgt für jene Ungerechtigkeiten, die das Leid im Angesicht des Überflusses erst ermöglichen. Dennoch mögen wir bei allem gebotenen Unmut bedenken, dass nicht Revolution, sondern vielmehr Evolution unser aller Ziel darstellen möge.
Leben manifestiert sich auf alle erdenklichen Arten – und niemals ausschließlich im Jetzt, also zeitgebunden. Mögen wir die kommende Welt des Friedens begehrlich ersehnen, mögen wir unsere Hände zum kommenden Frieden hinreichen und mögen wir alle individuell jene Handlungen vornehmen, die uns in eine friedvolle und glückliche Zukunft tragen mögen.
Worte bewirken nur dann Heiliges, wenn sie in Handlungen umgesetzt werden.

 

 

2. Existenz
Das größte aller Wunder stellt die Existenz in ihrer Gesamtheit und Vielschichtigkeit dar. Das “Sein” in aller Komplexität begreifen zu wollen bildet meiner Meinung nach den maßgeblichen Inhalt aller religiösen und philosophischen Schulen – denn hierüber nähern wir uns Gott, indem wir seine Schöpfung mit unserem Geist durchdringen. Und dieses Begreifen geschieht meiner Erfahrung nach am Besten über sensitives Erspüren des Wunders der Existenz. Buddhistische Schulen weisen dem menschlichen Geist (in seiner Form des Bewusstseins) die Rolle eines sechsten Sinnes zu, da dieser dazu geeignet scheint, die “Wirklichkeit” wahrzunehmen und zu durchdringen. Das Wort “Wirk-lichkeit” beinhaltet das Wort “wirken” und hierüber erhält unsere Wahrnehmung individualistisch determinierte Rezeption. Wahrheit und deren “Wirk-lichkeit” bilden also den Urspung und die Ausprägung der Existenz.

 

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