Glasmenschen

Gefangene Seelen, deren Anhaften an die materielle Welt zu Lebzeiten ihre Ablösung von dieser Ebene nach ihrem “Ableben” erschwert, leben als manifestierte Geistwesen inmitten der irdischen Flora (in unseren Breiten speziell in Waldgebieten) fort. Ihrer Erscheinungsform nach sehen sie aus wie “gläserne Menschen”, d. h., sie besitzen humanoide Umrissgestalt und sind ihrem Wesen nach astral.

Da ihre derzeitige Existenz auf einer unterschiedlichen Frequenz zu unserer menschlichen Erfahrungsebene basiert, können sie in der Regel nicht mit dem “Normalbewusstsein” wahrgenommen werden und erscheinen – unter meditativ-kontemplativer Bewusstseinsstimmung – mitunter hauchzart und durchsichtig. Außer ihrer veränderten Schwingung entsprechen sie auch in ihrer nunmehr gegenwärtigen Erscheinungsform ihrer vormals “materiellen” Erscheinung als Menschen unserer Schwingungsebene, d. h., sie besitzen jene physischen Umrisse, die sie bereits zu “Lebzeiten” angenommen haben.
So, wie jede Form der Existenz ihrem Wesen nach durch Leid bedingt ist (welches überwunden werden kann), birgt auch die astrale Projektion jener Glasmenschen Leid in sich. Der Großteil jener Seelen fühlt sich in diesem Zustand gefangen und sieht die Erlösung primär in der Wiedererlangung eines physischen Körpers. Das Hoffen und Streben mancher “physisch-manifestierter” Menschen nach rein nichtkörperlicher Existenz, erscheint jenen Seelen als zumindest unverständlich. Die rein geistige Existenz einer Seele (und ihres – durch Bewusstsein hervorgerufenen – Ausdrucks) kann also auf unterschiedlichen Ebenen stattfinden und nicht alle sind gleichsam erstrebenswert.
Doch auch jener Zustand der “Durchsichtigkeit” ist eine Erfahrungsform für die Seele, die wertvoll ist. Leben strebt danach, sich auf allen Ebenen zu manifestieren und auszudrücken und lediglich die – selbstgewählte – Begrenztheit des eigenen Geistes lässt uns diese Zustände erfahren.
Wenn wir erkennen, dass der Geist, das Wesen, die Seele seiner Erscheinung nach unbegrenzt ist, werden jene Zwischenzustände nicht mehr nötig. Die Seele erfährt dann universelle und absolute Heilung und bedarf der Zwischenschritte auf dem Weg zur Vollendung nicht weiter. Dieser Entschluss kann jederzeit getätigt werden und bedarf keiner besonderen Ausdrucksform. Allein die Absicht, die Willenserklärung, genügt, um einem jeden Leben Freiheit zu schenken.
Im bereits angebrochenen Zeitalter der Liebe werden auch jene Wesen erhöht und befreit, deren Erscheinung materiell und dennoch nichtkörperlich ist.
Alles Werden ist lediglich eine Manifestation des Seins.

 

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