Heilung

Unser Bewusstsein erfährt Einschränkungen, wenn wir unseren Geist nicht im Hier und Jetzt verweilen lassen. Dies geschieht dergestalt, dass das Erkennen der Eingebettetheit unserer Individualität in die göttliche Realität des Seins uns insbesondere dann nicht gewahr wird, wenn wir unser Augenmerk auf die Vergangenheit oder die Zukunft richten.
Jene Reisen unseres Geistes in Vergangenheit oder Zukunft – also Erinnerung oder Vorstellung – bewirken, dass unsere Aufmerksamkeit gegenüber unserer gegenwärtig “realen” Situation abgeschwächt ist. Buddhistische Schulen empfehlen unter anderem als meditative, kontemplative Technik zur Überwindung dieser vermeintlichen Abgegrenztheit die Konzentration (Gewahrsamkeit) auf den eigenen Atem.

Durch die Fokussierung auf rein körperliche Seins-Zustände im Jetzt (wie zum Beispiel das Achten auf die eigene Atmung) wird der Geist (das Bewusstsein) in der Gegenwart gehalten. Ziel dieses Verharrens menschlichen Erkennens im Jetzt ist das möglichst vollkommene Erkennen der Gegenwart Gottes in jedem Augenblick. Der Sinn dieser vorgeschlagenen Übung mag also darin bestehen, dass wir im JETZT GOTT ERLEBEN. Demzufolge mögen unsere Hoffnungen auf eine bessere Welt (und eine persönliche und individuelle Heilung unseres bewussten Selbsts) nicht auf die Zukunft projiziert werden; vielmehr mögen wir erkennen, dass “Heilung im Sein” immer jetzt geschehen möge. Wir mögen friedvoll erkennen und uns gewahr werden, dass der Himmel lediglich ein besonderer Bewusstseinszustand ist – nach dem wir alle uns sehnen und den wir dann am Ehesten erreichen können, wenn wir ihn im Jetzt erwarten und verwirklichen wollen.
Unsere Aufgabe zur Verwirklichung des Himmels auf Erden besteht darin, dass wir unsere individuell intellektuell und emotional gewonnenen Erkenntnisse in Handlungen umsetzen. “Papier ist geduldig”, heißt es, und eine Million schöner Worte bewirken nicht jenen Grad der Veränderung, den eine einzelne, wohldurchdachte, Tat gebiert.

 

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