Konditionierung.

Es gibt keine “Objektivität” im menschlichen Erleben. Aber es gibt subjektive Wahrheiten, so viele, wie es Menschen gibt.
Diese Welt wird unterjocht (“regiert”) von Wesen, die unseren Geist fesseln wollen. Ihre Regierung (eher: Ihr Regiment) ist subtil und greift in die vielfältigsten Formen menschlichen Erlebens ein. Um zu verstehen, in welcher Weise unser aller Bewusstsein kontrolliert, gegängelt und gefügig gemacht wird, ist es notwendig, zu verstehen, wie der menschliche Geist beschaffen ist.


Buddha Gautama Siddharta Shakyamuni lehrt, dass eine richtige Anschauung durch die Stimme eines anderen und das eigene Nachdenken entsteht. Ein ebensolcher Prozess führt auch zur Annahme einer “falschen” Meinung. Das menschliche Bewusstsein lebt davon, dass es mit Informationen versorgt wird, die über die Sinnesorgane aufgenommen werden. Die Klassifizierung (“Bewertung”) der eingehenden Informationen erfolgt über Vergleiche, die das Gehirn mit bereits bekannten Informationen erstellt.
Wenn nun das Informationen verarbeitende Organ, vulgo: Das Gehirn, fortlaufend mit Informationen einer bestimmten Art genährt wird, erfolgt hierdurch eine Gewöhnung (“Konditionierung”) des betreffenden Organs und damit der Psyche des Lebewesens.
Diese Konditionierung bedingt ihrerseits, dass ähnliche Informationen, die in der Folge an das Individuum herangeführt werden, als “bekannt”, “gewohnt” und “vertrauenserweckend” angenommen und abgespeichert werden.
Diesen Kreislauf der Informationsauf- (-wahr-) nahme, der Informationsverarbeitung und der Speicherung der Information (zum Zwecke des Rückgriffs und des Vergleichs) gilt es zu erkennen, sich seiner bewusst zu werden und ihn zu hinterfragen.
Des Bewusstseins vordringlichste Aufgabe ist es, jene Informationen, die herangetragen werden, zu hinterfragen und darüber zu reflektieren. Die bloße Annahme einer Information, ohne über ihren Wahrheitsgehalt oder Sinn zu reflektieren, führt jedes Lebewesen, welches dies praktiziert, in Abhängigkeit und Fremdkontrolle – also Sklaverei.
Der “Terror der öffentlichen Meinung” führt dazu, dass eine Masse Lebewesen zum Gehorsam gezwungen wird, von Wesen, die weit abgewandt davon sind, Gottes Willen zu folgen.
Sei frei, Mensch, und erstarke in Deinem Bemühen, Frieden in Dir zu finden.

 
2. Sein und Werden

 

Licht und Schatten existieren im Wechselspiel im Weltraum, wie auf der Erde. Genauso wie der Mensch durch den zyklisch-rhythmischen Atem seinen Leib nährt und verändert, ist alles Leben Veränderungen unterworfen. Diese Einzelfolge von Einzelzuständen – die unvergleichbar, aber selbstähnlich sind – kennzeichnet jenes, was wir gemeinhin Leben nennen.
So, wie das Universum als Ganzes Teil des Atems Brahmas ist, ist unser Atem Ausdruck unserer Körperlichkeit. Der Wandel, dem alles unterliegt, was entsteht und vergeht, kennzeichnet das Sein. Werden und Sein sind eins und bedingen einander nicht. Beides ist lediglich Ausdruck der Perspektive des philosophischen Betrachters – Sein kennzeichnet die makroperspektivische Sicht und Werden kennzeichnet die Beweglichkeit der mikroperspektivischen Betrachtungsweise.

 

Bewusstsein wird durch Werden bedingt. Überbewusstsein entsteht dann im Individuum, wenn das veränderliche Selbst seine wahre, “höhere” Natur der Beständigkeit erkennt.

 

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